Zweihundert Jahre Stilgeschichte

Im Zentrum der Macht

Die erste urkundliche Erwähnung der Residenz wird auf das Jahr 1232 datiert. Erzbischof Konrad I. begann nach dem Ende des Investiturstreites mit dem Bau des Bischofspalais. Zwischen 1519 und 1586 erfolgten mehrere Umbauten, ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Residenz unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587–1612). 

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden der Südtrakt mit der großen Stiege und dem Carabinieri-Saal, ein Verbindungstrakt zur Franziskanerkirche sowie eine große Hofanlage. Wolf Dietrichs Nachfolger erweiterten und verschönerten die Anlage bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Die Residenz diente den Erzbischöfen sowohl als Wohnsitz als auch zu Repräsentationszwecken. 

Wohnen und Repräsentieren

Wer heute die Residenz besichtigt, legt denselben Weg durch die Räumlichkeiten zurück, den Gesandte fremder Fürsten, Staatsmänner und Diplomaten für eine Audienz beim Erzbischof gehen mussten: Vom Carabinieri-Saal geht es durch die immer wertvoller ausgestatteten Räume Rittersaal, Ratszimmer und Antecamera bis in den Audienzsaal, der den prunkvollen Abschluss der offiziellen Empfangsräume bildet. Der Privatbereich der Fürsterzbischöfe bestand aus dem Arbeitszimmer, dem Schatullenzimmer, dem Schlafzimmer mit Privatkapelle, der Schönen Galerie, dem Thronsaal, dem Weißen Saal, dem Grünen Zimmer und dem Kaisersaal. 

Nutzbarkeit der Beletage

In den Prunkräumen der Residenz zu Salzburg hat Wolfgang Amadeus Mozart persönlich regelmäßig für den Regenten musiziert. So wurde beispielsweise das Violinkonzert KV 219 in A-Dur am 20. Dezember 1775 im Ratszimmer (Konferenzsaal) uraufgeführt.

Heute befindet sich die Residenz im Besitz des Landes Salzburg: Die Prunkräume der Beletage werden noch heute zu Repräsentationszwecken und Veranstaltungen genutzt. Zudem können die Räumlichkeiten als prachtvolle Kulisse für Events aller Art gemietet werden.